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Hagen

Emil Schumacher Museum

Foto: Frank Vinken

Das Emil Schumacher Museum steht nicht weit von der Stelle, an der Schumacher als Schüler den Expressionisten Christian Rohlfs durch dessen Atelierfenster im Folkwang-Gebäude bei der Arbeit beobachtete und davon träumte, einmal selbst von der Kunst leben zu können.

Emil Schumachers Traum bewahrheitete sich: Er wurde einer der ersten deutschen Maler, die nach dem Nationalsozialismus wieder international Anerkennung fanden. Trotz vieler Reisen und Gastprofessuren in aller Welt bekannte der 1912 in Hagen geborene Emil Schumacher sich zeitlebens zu seiner Heimatstadt und verbrachte einen Großteil seines Lebens dort.

 

Museumsgründung

Emil Schumachers Leben und Arbeit stehen klar im Zentrum des Museums. Möglich wurde das Museum durch das große Engagement von Ulrich Schumacher, dem Sohn des Künstlers. Er stellte zahlreiche Werke seines Vaters zur Verfügung und gründete die Emil Schumacher Stiftung, die das Museum betreibt.

Auch die Stadt Hagen trug viel zur Gründung des Museums bei. 1997 entschied der Rat der Stadt Hagen auf Initiative von Johannes Rau, ein Museum für seine Werke zu errichten. Das Büro Lindemann Architekten entwarf den Sichtbetonbau, der durch eine Glashülle mit dem Osthaus Museum Hagen verbunden ist.

 

Lust am Umgang mit Farbe und Materialität

Dem deutschen Informel wollte Schumacher selbst sich zwar nur ungern zugerechnet wissen. Ähnlichkeit dazu weist sein Werk aber allemal auf. Seine Lust am Umgang mit Farbe und Materialität wird in seinem Schaffen immer wieder deutlich. Die Dynamik und Dramatik der Bilder macht das Prozesshafte seiner Arbeitsweise sichtbar.

Die Sammlung des Museums umfasst etwa 500 Werke aus verschiedenen Schaffensphasen Schumachers, darunter Gemälde, Gouachen, Grafiken, Keramiken sowie Bilder auf Porzellan und Schiefer. Auch wenn die großformatigen, leuchtenden Bilder schnell die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen, lohnt sich auf den drei Etagen auch der Blick auf die leiseren Arbeiten. Eine Reihe zarter Vogelzeichnungen ("Uccelli") auf Schiefer zum Beispiel.

Einen Einblick in Schumachers Arbeitsweise bekommen Besucher auch im Atelier des Malers. Das wurde zu diesem Zweck in eine Etage des Museums überführt. Zwischen Farbeimern und Leinwänden meint man hier noch den Geist Schumachers zu spüren.

Die Präsentation der Sammlung wird ergänzt durch Wechselausstellungen mit Werken, die inhaltliche oder formale Nähe zu Schumachers Arbeiten aufweisen.

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